Fragen und Antworten

Wir stellen Ihnen in diesem Bereich laufend Antworten auf Ihre Fragen zur Verfügung.

Wer erhält Gutschrift bzw. wer muss die Nachzahlung leisten:

Allfällige Nachzahlungen oder Gutschriften zur Betriebskostenabrechnung sind zum übernächsten Zinstermin nach der Legung fällig. Im MRG bzw. WGG ist vorgesehen, dass Sie als Mieter dann nachzahlen oder die Gutschrift erhalten, wenn Sie zum Fälligkeitszeitpunkt (= spätestens 1.​8.) Mieter der Wohnung sind.

Wie lange habe ich Zeit die Abrechnung zu beeinspruchen?

Bei Genossenschaftswohnungen gilt eine 6-​MONATSFRIST für den EINSPRUCH!!

Ich habe meine Wohnung verkauft – trifft mich die Nachzahlung?

Wer zum Fälligkeitszeitpunkt Eigentümer des Bestandes ist (und im Grundbuch steht), den trifft ein allfälliges Guthaben/eine allfällige Nachzahlung aus der Betriebskostenabrechnung. (§ 34 (4) WEG). Der Kaufvertrag wird zwischen dem Käufer und dem Verkäufer abgeschlossen. Vereinbarungen über die Zahlung von Betriebskosten ab einem gewissen Zeitpunkt gelten nur zwischen diesen beiden Parteien und nicht gegenüber der Eigentümergemeinschaft.

Wie werden Kosten verteilt?

Insoweit zwischen der gemeinnützigen Bauvereinigung als Vermieterin und allen Mietern/Nutzungsberechtigten der Baulichkeit nichts anderes vereinbart wurde, bestimmt sich der Anteil eines Miet- oder sonstigen Nutzungsobjekts an den Gesamtkosten des Hauses anteilig nach der Nutzfläche. Es ist der gemeinnützigen Bauvereinigung jedoch auch erlaubt, mit all ihren Mietern oder sonstigen Nutzungsberechtigten – abweichend von der Aufteilung nach Nutzfläche – den Aufteilungsschlüssel auch im Verhältnis der Nutzwerte im Wege einer schriftlichen Vereinbarung festzulegen. Bei einzelnen Betriebskostenarten und bei den Kosten von Gemeinschaftsanlagen ist es ebenso zulässig, durch schriftliche Vereinbarung zwischen der gemeinnützigen Bauvereinigung und all ihren Mietern/sonstigen Nutzungsberechtigten eine Aufteilung nach dem Verhältnis der unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten festzulegen

Rückerstattung des Finanzierungsbeitrags bei Auflösung des Mietverhältnisses

Der Anspruch des Mieters oder Nutzungsberechtigten auf Rückzahlung des Finanzierungsbeitrages entsteht mit der Auflösung seines Mietvertrags. Der Betrag ist von der gemeinnützigen Bauvereinigung binnen 8 Wochen nach Räumung des Miet- oder sonstigen Nutzungsgegenstandes an den Mieter, der das Miet- oder Nutzungsverhältnis beendet hat und aus dem Mietobjekt ausgezogen ist, auszubezahlen, soweit der Betrag nicht zur Tilgung von berechtigten Forderungen der gemeinnützigen Bauvereinigung aus dem Mietverhältnis herangezogen wird.

Die Höhe des zurückzuerstattenden Finanzierungsbeitrags wird im Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) genauestens wie folgt geregelt:

§ 17 Abs. 4 WGG: “Die Beträge gemäß Absatz 1 (= zur Finanzierung des Bauvorhabens geleisteten Beträge, vermindert um die ordnungsgemäße Absetzung für Abschreibung im gemäß Absatz 4 festgesetzten Ausmaß) sind mit 1 vH pro Jahr, gerechnet ab Erteilung der baubehördlichen Benützungsbewilligung, bei allfälligen früheren Beziehen der Baulichkeit ab diesem Zeitpunkt abzuschreiben.”

§ 17 Abs. 5 WGG: „Bei Baulichkeiten, für die die baubehördliche Benützungsbewilligung vor dem 1. Jänner 1955 erteilt wurde, finden die Bestimmungen der Absätze 1 und 2 keine Anwendung.“

Da die Bestimmungen des § 17 Absätze 1 und 4 WGG erst mit der Wohnrechtsnovelle 2000 geschaffen wurden, gelten für Miet- oder sonstige Nutzungsverhältnisse (=“Genossenschaftswohnung”) in Baulichkeiten, die vor dem 1. Juli 2000 bezogen wurden, folgende Bestimmungen des WGG:

§ 39 Abs. 27 WGG
“a) der Mieter oder sonstige Nutzungsberechtigte hat bis 31. Dezember 2000 Anspruch auf Rückzahlung der von ihm neben dem Entgelt geleisteten Beträge im Ausmaß gemäß § 17 Abs. 4 in der bis 30. Juni geltenden Fassung [= der Finanzierungsbeitrag wird um 2 Prozent abgewertet und danach (unter gewissen Bedingungen) mit dem Verbraucherpreisindex (=Inflationsrate) aufgewertet],
b) ab dem 1. Jänner 2001 vermindert um eine Abschreibung von 1 vH pro Jahr.”



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